
„Das Ergebnis ist enttäuschend“ findet Petra Scharf, Fraktionsvorsitzende der SPD im Ortsbeirat 6, den über Jahre dauernden Prozess für stationsgebundenes Carsharing im Frankfurter Westen. Kein einziger Carsharing-Platz kommt in die Siedlungen nach Zeilsheim, Sindlingen oder Sossenheim, also dorthin, wo sie gebraucht werden. Ein bisher gut funktionierender Abstellort in der Linkstraße wurde zudem noch verlagert an einen für die bisherigen Nutzer*innen unattraktiven Ort. Der Verkehrsdezernent bevorzugt Mobilitätshubs an den Bahnhöfen.
Wer aber gehbehindert ist, oder aber zu einer Veranstaltung unterwegs ist und abends im Dunkeln keine weiten Wege mehr gehen möchte, findet kein Fahrzeug in den Siedlungen, wie aus der Antwort auf die Frage 3711 zu entnehmen ist, sondern muss erst zu diesen Mobilitätshubs laufen oder mit dem Bus fahren und kann dann auch gleich mit ÖPNV weiterfahren oder doch ein eigenes Auto bevorzugen. Car-Sharing-Angebote gibt es nur innenstadtzentriert und der Frankfurter Westen geht wieder leer aus.
„Hier zeigt sich, dass der Verkehrsdezernent kein Verständnis für den Alltag von Leuten hat, die gelegentlich ein Auto brauchen oder einen Zweitwagen ersetzen möchten“, so Roger Podstatny, stellv. Vorsitzender der SPD-Fraktion im Römer. „Damit gibt es weder Entspannung der Parkdrucksituation in den Siedlungen, noch die Möglichkeit, sich an der Verkehrswende zu beteiligen.“

