Klaus und Günter Moos, die Ortsbeiräte für Sossenheim, fordern, dass das Modellprojekt "mit Sprache" das erfolgreich an fünf Frankfurter Grundschulen läuft, im Frankfurter Westen an der Henri-Dunant-Schule und Adolf-Reichwein-Schule, weitergeführt wird.
Das Modellprojekt "mit Sprache" das sich mit der Förderung von Kindern mit Migrationshintergrund beschäftigt ist ein wichtiger Beitrag für die Integration von Kindern und Eltern deren Muttersprache nicht Deutsch ist, an der Henri-Dunant-Schule sind das ca. 50 Prozent der Schüler. In der Henri-Dunant-Schule erhalten Kinder mit Migrationshintergrund in den ersten zwei Jahrgangsstufen externe Förderstunden (Deutsch als Zweitsprache) zusätzlich zu ihrem normalen Unterricht, oder es werden interne Förderstunden mit zwei Lehrern durchgeführt um diese Schüler gezielt zu fördern. Ein Schwerpunkt für die gesamte Schülerschaft stellen Leseförderung und Förderung von Mehrsprachigkeit dar. Bei diesem Projekt erhalten nicht nur die Schüler eine Förderung, es werden z. B. auch Deutschkurse für Eltern angeboten (Mama lernt Deutsch). Diesen Sprachkursen ist eine Kinderbetreuung angegliedert so das Müttern von kleineren Kinder der Kursbesuch ermöglicht wird. Die Kurse werden gut besucht und helfen Probleme mit der deutschen Sprache abzubauen. Auch werden Fortbildungen für Eltern, z.B. zum Thema "Mehrsprachige Erziehung" angeboten. Die Lehrer die an dem Projekt teilnehmen werden mit Lehrerfortbildungskursen unterstützt. Einzigartig ist, dass in diesem Projekt Förderunterricht, Elternarbeit, Fortbildungen für LehrerInnen und Förderung von Mehrsprachigkeit miteinander verzahnt werden. Momentan wird von Seiten des Amtes für multikulturelle Angelegenheiten jeweils eine Fachkraft im Umfang einer Halbtagstätigkeit in jeder der beteiligten Schulen eingesetzt. Von Seiten des Staatlichen Schulamtes wird für die Zusammenarbeit der Lehrkräfte und ein zusätzliches Förderangebot ebenfalls Stunden in Höhe einer halben Stelle zugewiesen. Gerade in Zeiten von PISA sind solche Projekte wichtig für die Bildung aller Bevölkerungsgruppen. Deshalb sollte dieses wertvolle Projekt in Frankfurt auch nach 2006 weitergeführt und ausgebaut werden, damit alle Schüler davon profitieren können. Denn die Integration von Kindern und Eltern mit Migrationshintergrund ist wichtig für die Zukunft unserer Gesellschaft.