„In ihrer Huldigung des grenzenlosen Konsums macht die CDU Landesregierung eine Ladenöffnung wie im Hessencenter erst möglich. Mit der Freigabe der Ladenöffnungszeiten hat sie ihre völlige Ignoranz in Arbeitnehmerfragen bewiesen. In ihrer sturen Ausrichtung auf Konsum- und Geschäftsinteressen kommen arbeitnehmer- und familienpolitischen Erwägungen nicht vor. Hier wird nicht nur auf dem Rücken der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer dem „Midnight-Shopping“ gefrönt, sondern auch das Gefühl vieler Christen verletzt, erklärt Roger Podstatny, Vorsitzender der AfA Frankfurt. „Für was steht eigentlich das C in CDU?“
Deshalb fordert die AfA Frankfurt alle Freunde und Sympathisanten auf, sich an dem Protest gegen „Midnight-Shopping“ am Gründonnerstag bis 24 Uhr und Feuerwerk am Karfreitag ab 0 Uhr im Hessen-Center zu beteiligen und Unterschriften zu sammeln.
Eine Verbesserung der Nachfrage und damit des privaten Konsums ist nur durch eine deutliche Verbesserung der kleinen und mittleren Einkommen möglich. Der „kleine Mann“ kann seinen Euro auch in 24 Stunden nur einmal ausgeben.“
Welche Probleme allein erziehende Beschäftigte im Einzelhandel haben um ihre Kinder unterbringen, wenn sie rund um die Uhr zur Verfügung stehen müssen, scheint weder das Centermanagement noch die hessische Landesregierung zu interessieren. Die Beschäftigten im Einzelhandel sind wieder die Leidtragenden. Aber auch viele Einzelhändler, besonders kleinere Unternehmen und Selbstständige, sind damit überfordert, diese Öffnungszeiten zu verwirklichen, womit sich der Verdrängungswett¬bewerb deutlich verschärft und den großen Konzernen einen Vorteil verschafft wird. Grundsätzlich sollen Sonn- und Feiertage Ruhetage bleiben, die möglichen Öffnungen an vier Sonntagen außerhalb des Advents sind schon zuviel.