AfA fordert keine ungesicherten Arbeitsverhältnisse im RMJ

Veröffentlicht am 29.09.2010 in Presse

„Die AfA Frankfurt fordert die Verantwortliche der Rhein-Main Jobcenter GmbH auf, Mitarbeiter mit befristeten Verträgen und Leiharbeitnehmer in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis zu übernehmen. Die Hilfebezieher von Arbeitslosengeld II (Hartz IV) haben eine Betreuung durch Menschen verdient, die nicht selbst um ihren Arbeitsplatz zittern müssen. Damit würde die Qualität der Betreuung sicher zunehmen“, erklärt Roger Podstatny, Vorsitzender der AfA Frankfurt.

140 von 317 Mitarbeitern der städtischen Mitarbeiter im Jobcenter haben einen befristeten Arbeitsvertrag der zum Jahresende ausläuft. Die Stadt Frankfurt hat signalisiert, einen großen Anteil der Verträge anzupassen. Bis jetzt ist dieses Verfahren noch nicht abgeschlossen. Dies bedeutet, dass sich alle Betroffenen gemäß § 38 SGB III bis zum 30.09.2010 bei ihren eigenen Kollegen arbeitssuchend zu melden haben. 45 von 324 Mitarbeitern der Bundesagentur der Arbeit, die sich auch um die Belange der Arbeitssuchenden kümmern droht dasselbe Schicksal. Die 65 Leiharbeiter, welche im Jobcenter eingesetzt werden, wissen nicht wie es weiter geht. Nach dem aktuellen Stand der Diskussionen verlieren sie ihre Arbeitsplätze.

Zurzeit werden die offiziellen Vorgaben der so genannten Fallzahlen (zu betreuende Hilfe-/Leistungsbezieher pro Mitarbeiter) schon erheblich überschritten. Wenn der Personalabbau so umgesetzt wird, müssen Betroffene z. B. mit längeren Warte- und Bearbeitungszeiten rechnen. Werden in diesem Kontext die geplanten Mittelkürzungen des Bundes berücksichtigt, so ergibt sich ein Bild, dass weniger Personal in den Jobcentern mehr betroffene Hilfebezieher betreuen müssen, diesen aber immer weniger Angebote unterbreiten können.

Die AfA Frankfurt unterstützt die Forderungen des Betriebsrates der Rhein-Main Jobcenter GmbH nach einer sofortigen Entfristung aller Mitarbeiter, sei es nun von der Stadt Frankfurt oder der Bundesagentur für Arbeit. Den Zeitarbeitskräften im RMJ soll von den beiden Trägern des Jobcenters umgehend ein Angebot auf unbefristete Übernahme unterbreitet werden. Der Magistrat der Stadt Frankfurt wird aufgefordert, in den Vertragsverhandlungen mit der Bundesagentur für Arbeit alles daran zu setzen, dass die zukünftige gemeinsame Einrichtung (Jobcenter) mit ausreichendem Personal ausgestattet wird und auf befristet Beschäftigte sowie Zeitarbeitskräfte nicht mehr zurückgegriffen wird.

 

Homepage Roger Podstatny

Mitgliederwerbung

Roger Podstatny

News

04.09.2026 17:57 Beschlusspapiere Klausur der SPD-Bundestagsfraktion am 03./04. September 2026
Beschlusspapiere Klausur der SPD-Bundestagsfraktion am 03./04. September 2026 Die SPD-Bundestagsfraktion hat auf ihrer heutigen Klausursitzung folgende Beschlüsse gefasst: Wirtschaftliche Abhängigkeiten reduzieren, Klimaanpassung vorantreiben Damit Fortschritt bei allen ankommt: gute Arbeit im KI-Zeitalter Beide Beschlusspapiere finden Sie auch hier.

03.09.2026 17:58 Ronald Rauhe wird neuer Staatsminister für Sport und Ehrenamt
Wir gratulieren Ronald Rauhe herzlich zu seiner Ernennung zum Staatsminister für Sport und Ehrenamt. Damit hat das Warten auf die Nachbesetzung von Christiane Schenderlein endlich ein Ende. Als zweifacher Olympiasieger bringt Rauhe umfangreiche eigene Erfahrungen aus dem Spitzensport mit. Sonja Eichwede, stellvertretende Fraktionsvorsitzende: „Ich gratuliere Ronald Rauhe herzlich zu seiner Ernennung. Nach dem Wechsel von… Ronald Rauhe wird neuer Staatsminister für Sport und Ehrenamt weiterlesen

02.09.2026 17:59 Jasmina Hostert zum KiTa-Startchancen- und Qualitätsentwicklungsgesetz
Gute Startchancen für jedes Kind – starke Kitas, starke Familien Jasmina Hostert, familienpolitische Sprecherin: Heute hat das Kabinett den Entwurf für ein KiTa-Startchancen- und -Qualitätsentwicklungsgesetz beschlossen. Das Gesetz soll bundesweite Qualitätsstandards für Kindertagesbetreuung einführen und die Entwicklungs- und Bildungschancen von Kindern verbessern. Der Bund will die Länder dafür von 2027 bis 2034 mit rund 9,25 Mrd.… Jasmina Hostert zum KiTa-Startchancen- und Qualitätsentwicklungsgesetz weiterlesen

01.09.2026 18:01 Russische hybride Angriffe: Bundesregierung muss entschlossen handeln
Der Fund der mit Sprengstoff beladenen Drohne auf dem Leipziger Flughafen beruht auf einer durch Russland gesteuerten Aktion. Es ist wichtig, dass die Bundesregierung darauf entschieden reagiert und den Aggressor konkret benennt. Die nun angekündigten Maßnahmen sind zu begrüßen. Russland muss unmissverständlich klargemacht werden, dass Angriffe auf deutschem Boden nicht folgenlos bleiben. Sonja Eichwede, stellvertretende Fraktionsvorsitzende:… Russische hybride Angriffe: Bundesregierung muss entschlossen handeln weiterlesen

24.08.2026 19:52 Pflegenden Angehörigen die Alterssicherung zu kürzen, wäre das falsche Signal
Die angekündigte Kurskorrektur von Bundesgesundheitsminister Linnemann bei der Pflegereform unterstützen wir, sagt Christos Panztazis. Dafür braucht es aber auch eine gerechte Gegenfinanzierung. „Wir begrüßen die angekündigte Kurskorrektur von Bundesgesundheitsminister Linnemann ausdrücklich. Es ist richtig, die geplante Kürzung der Rentenbeiträge für pflegende Angehörige komplett zurückzunehmen. Wir als SPD haben von Anfang an deutlich gemacht: Die Stabilisierung… Pflegenden Angehörigen die Alterssicherung zu kürzen, wäre das falsche Signal weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de