„Die AfA Frankfurt ist solidarisch mit den Kolleginnen und Kollegen von NOKIA in Bochum. Wir stehen an Euerer Seite im Kampf um Eure Arbeitsplätze“, erklärt Roger Podstatny, Vorsitzender der AfA Frankfurt und Landtagskandidat.
Die AfA Frankfurt hat einen Brief nach Bochum geschickt mit folgendem Wortlaut:
Liebe Kolleginnen und Kollegen von NOKIA in Bochum,
auch wir stehen an Eurer Seite im Kampf um die Rücknahme der Werksschließung.
Es kann nicht angehen, dass Unternehmen wie die Heuschrecken subventionsgierig und profitmaximierend durch die Länder ziehen und dabei ihrer sozialen Verantwortung nicht nachkommen. NOKIA ist leider kein Einzelfall, und wir können kaum internationale Solidarität erwarten, wenn es bereits unter Nachbarstädten wie z.B. jüngst zwischen Mannheim und Ludwigshafen zu ruinösem Wettbewerb um den Standort von Unternehmen geht (Vögele).
Und trotzdem müssen wir zeigen, dass wir solchen Vandalismus in einer sozialen Marktwirtschaft, die erfordert, dass die daran Beteiligten über den Tag hinaus denken müssen, nicht einfach zu dulden bereit sind.
Die Rhein-Ruhr-Region wurde in der Vergangenheit durchgerüttelt durch den erforderlichen Strukturwandel. Dass neu angesiedelte Unternehmen die hieraus erwachsene Schwäche in dieser Art ausnutzen, ist nicht zusätzlich hinnehmbar!
Wir werden in unseren Gesprächen mit Kolleginnen und Kollegen, mit Freunden, Bekannten und Verwandten auf diese weit gediehenen Pläne von NOKIA hinweisen und um die ernsthafte Überlegung bitten, ob man nicht zukünftig Produkten anderer Unternehmen den Vorzug geben sollte. NOKIA hat(te) ein hervorragendes Image, ihre Produkte genossen stets einen guten Ruf. NOKIA galt als der Klassiker unter den Mobiltelefonen.
NOKIA ist dabei, diesen Ruf zu verlieren, gerade auch deshalb, weil es
als skandinavisches Unternehmen stets in Verbindung gebracht wurde mit sozialem Handeln.
Wir stehen an Eurer Seite im Kampf um Eure Arbeitsplätze
Glück auf!