Dieses Zitat von Willy Brandt stellte Roger Podstatny, Sossenheimer SPD Vorsitzender und Landtagskandidat für den Frankfurter Westen in den Mittelpunkt seiner Ansprache zum traditionellen Friedensfest der Sozialdemokraten dieses Ortsteils am 25. August. Viele Bürgerinnen und Bürger waren zu dem erstmals auf dem Sossenheimer Kirchberg durchgeführten Familienfest erschienen.
Am 1. September 1939 entfesselten die Nazis mit dem Überfall auf Polen den 2. Weltkrieg. Zur Mahnung für den Frieden begeht die SPD in Sossenheim schon seit Jahrzehnten am letzten Samstag im August ihr Friedensfest. Roger Podstatny erinnerte in seiner Ansprache unter der Friedeneiche an die nunmehr über 60 Jahre dauernde Friedenszeit in Mitteleuropa, eindrucksvoll untermalt vom Trompetenspiel Yilmaz Karahasans.
Anders als in den vergangenen Jahren fand das Fest diesmal nicht unter der eindrucksvollen 136 Jahre alten Eiche, sondern auf dem Sossenheimer Kirchberg statt. "Dieser Ortswechsel war ein toller Erfolg", so Podstatny. Es wäre dadurch gelungen noch mehr Bürgerinnen und Bürger anzusprechen. Ein kurzer Gewitterschauer zu Beginn konnte die Stimmung nicht trüben. Bei kühlen Getränken, leckerem selbstgebackenem Kuchen und Würsten vom Grill wurde viel diskutiert und politisiert. Als Gesprächspartner stellten sich auch der Bundestags¬abgeordnete Gregor Amman, Stadtrat Dieter Bürger, Klaus Moos vom Ortbeirat und alle Vorsitzenden der Nachbarortsvereine ein. Hauptthema: die Landtagswahl 2008. "Koch muss weg" war an vielen Tischen zu hören. Man wünscht sich wieder eine sozial verantwortliche Landesregierung. Roger Podstatny, Betriebsrat und Gewerkschafter, versprach genau dafür einzustehen, wenn er das Vertrauen der Wählerinnen und Wähler bekommt. Podstatny: "Wir können es am 27. Januar 2008 schaffen. Unsere Spitzenkandidatin Andrea Ypsilanti steht für eine klare soziale Alternative."
Die Friedenseiche war 1871 von Kriegsteilnehmern gepflanzt worden, die aus dem Deutsch-Französischen Krieg heimgekommen waren. Hundert Jahre später, 1971, hatten Jungsozialisten am Baum einen Gedenkstein gelegt mit der Aufschrift: „Wir alle tragen für die Verantwortung für den Frieden in der Welt.“ Seit 1981 wird das Friedensfest gefeiert.