Schwarz-Grün in Frankfurt startet arbeitnehmerfeindlich

Veröffentlicht am 20.07.2006 in Presse

Kaum haben es sich die schwarz-grünen Dezernenten in ihren Magistratssesseln gemütlich gemacht, beschließen sie dem Geschäftsführer der lokalen Nahverkehrsgesellschaft TraffiQ ein saftige Gehaltserhöhung in Höhe von 35.000 € pro Jahr zukommen zu lassen. Dies ist verwerflich, da in Frankfurt inzwischen entweder Busfahrer der ICB „In der City Bus“ einsetzt werden, die rund 30 % weniger Gehalt bekommen als ihre direkt bei der VGF angestellten Kollegen, die früher die Frankfurter Busse fuhren oder Busfahrer, die über Alpina bei einer Zeitarbeitsfirma beschäftigt sind und weniger als die Hälfte des VGF-Stundenlohns erhalten.

„Das ist instinktlos und ein Schlag in das Gesicht eines jeden Arbeitnehmers. Damit Schwarz-Grün einem Besserverdienenden mehr geben kann, wird bei den Busfahrern bis unter das Existenzminimum gekürzt“, kommentiert Roger Podstatny, Vorsitzender der AfA Frankfurt.

Die von der SPD im Magistrat mehrfach zurückgestellte Vorlage zur Gehaltserhöhung des TraffiQ Geschäftsführers wurde vor kurzem von der schwarz-grünen Mehrheit im Magistrat gegen die Stimmen der SPD beschlossen.

Was die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen will, ist und tut:
Längst wäre heuern und feuern in vielen Unternehmen an der Tagesordnung und der soziale Zusammenhalt unserer Gesellschaft wäre zerbrochen, wenn nicht die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer für moderne Sozialsysteme, Kündigungsschutz, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und Mitbestimmung in Betrieben und Verwaltungen gekämpft hätten - politisch und gewerkschaftlich.
Die AfA ist die größte und mitgliederstärkste Arbeitsgemeinschaft in der SPD. Hier engagieren sich politisch interessierte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Gewerkschafter, Betriebs- und Personalräte, Jugend- und Auszubildendenvertreter und gewerkschaftliche Vertrauensleute. Ihr gemeinsames Ziel: In und mit der SPD für die Schaffung existenzsichernder und sozial abgesicherter Arbeitsplätze einzutreten, die Errungenschaften unseres gewachsenen Sozialstaates zu sichern und den Herausforderungen in Wirtschaft und Arbeitswelt anzupassen.
AfA-Gruppen gibt es in einzelnen Unternehmen oder für ganze Branchen, sei es bei Post und Bahn, der Chemie- und Metallindustrie oder im Dienstleistungsbereich.

 

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Roger Podstatny

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