Die Bundes-AWO, DRK und Diakonie haben in einem gemeinsamen Schreiben an das Arbeits-und Finanzministerium schärfere Gesetze und Leistungseinschränkungen für ALG-II-Empfänger gefordert. Caritas und Paritätischer Wohlfahrtsverband haben sich distanziert.
„Die Position von Bundes-AWO, DRK und Diakonie ist für die Frankfurter AfA nicht nachvollziehbar. Viele ALG-II-Bezieher leben am absoluten soziokulturellen Existenzminimum. Insbesondere die ständig steigenden Lebenshaltungskosten machen den täglichen Kämpf ums Überleben immer härter. Besonders Beschämend ist, für unsere an sich reiche Gesellschaft, die Armut der Kinder. Es ist schon zynisch, wenn so genannte Wohlfahrtsverbände sich für Leistungskürzungen bei den ärmsten der Armen einsetzen. Deshalb kann die richtige Antwort auf unterfinanzierte Sozialsysteme nur lauten: Keine Leistungskürzung sondern Beteiligung aller gemäß ihrer Leistungsfähigkeit an einer solidarischen Finanzierung der sozialen Sicherungssysteme“, stellt Roger Podstatny, Vorsitzender der AfA Frankfurt, fest.

