Bericht für das Jahr 2009

Jedem Arbeiter die Früchte seiner Arbeit zu sichern oder dies so gut wie möglich zu versuchen, ist eine würdige Aufgabe für jede gute Regierung.
Abraham Lincoln, (1809 - 1865), 16. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika
1. Einleitung
Wir sind weiterhin an der Mitarbeit von engagierten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern interessiert, die idealer weise bereits in Gewerkschaft, Betriebsrat oder als Vertrauens¬person Erfahrungen gesammelt haben!

2. Die Forderungen der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) in der Frankfurter SPDDie AfA in der SPD tritt für den Erhalt und die Schaffung von Arbeitsplätzen ein.
Der Frankfurter Flughafen muss eine Job-Maschine bleiben. Mit der SPD wollen wir die Arbeitsplätze am Flughafen erhalten und neue schaffen. Außerdem fordert die AfA einheitliche Tariflöhne, die sich am Tarifvertrag des Öffentlichen Dienstes orientieren.
Die AfA in der SPD tritt weiterhin für den Erhalt des Industriestandorts Rhein-Main ein.
Noch immer sind Frankfurt und die Rhein-Main-Region ein maßgeblicher Industriestandort (66.000 Arbeitsplätze in der Technik und Elektronik, 56.035 in Chemie und Pharma, 55.275 Maschinenbau, 50.000 Fahrzeugbau etc. - das sind 20 % der Beschäftigten). Die AfA setzt sich mit der SPD dafür ein, dass nicht noch mehr Arbeitsplätze abgebaut werden.
Die AfA in der SPD tritt gegen Sozialdumping und illegale Beschäftigung ein.
Um Sozialdumping zu verhindern, setzen wir uns dafür ein, den Kommunen in Zukunft bei öffentlichen Ausschreibungen die Möglichkeit zu geben, neben ökologischen auch soziale Standards (Lehrstellenangebot, Bezahlung nach Tarifverträgen) vorgeben zu können. Illegale Beschäftigung, bei der sich Menschen ohne jeglichen Versicherungsschutz für Stundenlöhne teilweise ab drei Euro verdingen müssen, werden wir mit allen Mitteln unterbinden.

Die AfA in der SPD tritt für den Erhalt der öffentlichen Gesundheitsversorgung ein.
Die ärztliche Versorgung muss in allen Stadtteilen sichergestellt sein, ebenso ist die klinische Versorgung stadtteilnah zu garantieren. Dabei ist auch die Pilotfunktion des Krankenhauses Höchst als Städtische Klinik und akademisches Lehrkrankenhaus zu erhalten. Die Frankfurter Universitätskliniken müssen als Einrichtung der medizinischen Vollversorgung und Stätte von Lehre und Forschung in öffentlicher Hand bleiben. Die AfA spricht sich strikt gegen eine Privatisierung von Krankenhäusern aus.
Die AfA in der SPD tritt für eine nachhaltige kommunale Wirtschaftsförderung ein.
Die Messe Frankfurt darf nicht verkauft werden. Neben ihren betriebswirtschaftlichen Gewinnen sorgt sie für 120 Millionen € Steuereinnahmen über die regionale Wert¬schöpfungskette. Die Sparkassen müssen in öffentlicher Hand bleiben, damit die Klein- und Mittelbetriebe, die Arbeitsplätze schaffen, weiterhin ihre Finanzierungs- und damit Existenzgrundlage behalten können. Die AfA lehnt die vorliegende EU-Dienstleistungsrichtlinie mit ihrem „Herkunftslandprinzip“ ab, weil sie zu Lohn- und Sozialdumping führt und damit die Jobs im Gewerbe und Handwerk gefährdet.
Die AfA in der SPD tritt bundes- und europaweit für eine Absicherung der Tariflöhne ein.
Wir unterstützen weiterhin das Vorhaben der SPD-Bundestagsfraktion, ein Gesetz zur Ausweitung der für den Baubereich gültigen Entsenderichtlinie zum Schutz vor Niedriglohn für andere Bereiche ins Parlament einzubringen. Darüber hinaus sprechen wir uns für die Erleichterung von Allgemeinverbindlichkeitserklärungen von Flä¬chentarifverträgen aus, damit diese auch für die tariflosen Bereiche gelten.
Die AfA in der SPD tritt für Bildung und Ausbildung ein.
Die AfA setzt sich mit der SPD für das verfassungsmäßige Recht auf kostenfreie Bildung vom Kindergarten bis zur universitären Ausbildung ein. Die Stadt Frankfurt am Main muss weiterhin über Bedarf ausbilden. Aber auch die gewerblichen Betriebe müssen ihrer Verpflichtung zur Ausbildung nachkommen.
Die AfA in der SPD tritt weiterhin für bezahlbaren Wohnraum für alle Familien ein.
Öffentlicher Wohnraum darf nicht Gegenstand von Spekulationen werden. Deshalb tritt die AfA mit der SPD gegen jeden weiteren Verkauf der öffentlichen Wohnungsgesellschaften ein. Auch die Mieterinnen und Mieter privater Wohnungsgesellschaften müssen vor spekulativen Zugriffen von Hedge-Fonds geschützt werden. Die AfA fordert die Verbesserung des Mieterschutzes.

3. Aktivitäten
Der Frankfurter Vorstand der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen trifft sich in der Regel monatlich. Diese Sitzungen sind parteiöffentlich. Der Vorsitzende ist im Unterbezirksvorstand der Partei und im AfA-Bezirksvorstand Mitglied. Damit ist die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Gremien in der Partei sichergestellt.

Die Veranstaltung mit Franz Müntefering (Landtagswahlkampf) und Ulrike Foraci (Europawahlkampf) sowie einen Infostand vor der Mainova (Bundestagswahlkampf) wurden organisiert. In Frankfurt sind zwei der drei mitgliederstärksten Betriebsgruppen aus dem Bezirk Hessen-Süd aktiv. Die Betriebsgruppe Flughafen gibt neben den üblichen Aktivitäten regelmäßig eine Zeitung heraus und verteilt rund 4.000 Exemplare an die Beschäftigten am Flughafen. In der Betriebsgruppe Industriepark Höchst werden die Interessen der Beschäftigten der chemischen Industrie gebündelt.

Der Unterbezirksvorstand der AfA Frankfurt wurde am 14.1.2010 neu gewählt:
Vorsitzender: Roger Podstatny; stellvertretende Vorsitzende: Michael Wolf; Schriftführer: Peter Schlüter, Yvonne Vekony; Beisitzer: Michael Altmann, Christof Beschorner, Helmut Janssen, Ilse Karpe, Uwe Lorey und Jürgen Streit.

Bei den Wahlen zum AfA-Bezirksvorstand 2010 wurden Michael Altmann und Roger Podstatny gewählt. Damit ist Frankfurt im Bezirksvorstand gut vertreten.

Die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen hat sich intensiv mit folgenden Themen beschäftigt und teilweise entsprechende Anträge zum Unterbezirksparteitag gestellt:

• Krankenhaus Höchst
• Arbeitslosengeld 1 und 2
• Mindestlohn
• Leiharbeit

Außerdem wurde unter http://www.afa-spd-frankfurt.de eine Internetpräsentation der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen Unterbezirk Frankfurt gestaltet. Für Ver¬besserungsvorschläge, Anregungen oder aktive Mitarbeit sind wir dankbar.

Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen

Roger Podstatny
Vorsitzender

Mitgliederwerbung

Roger Podstatny

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